Lese-Empfehlungen aus der Gartenkulturführer-Redaktion.

 

Viel Spaß beim Blättern in den Gartenbuchtipps wünscht Martina Meidinger.

 

Di

12

Apr

2016

Rasen, Rosen, Sensationen - spannende Lesungen aus Gartenbüchern im Landkreis Freising im April

Der Rasen, Wolfgang H. Niemeyer, DVA Verlag

Gartenbuchfreunde im Landkreis Freising dürfen sich freuen: in den nächsten Tagen finden hier gleich drei Lesungen rund um das Lieblingsthema statt, alle noch dazu an wunderbar grünen Orten. Den Anfang macht das Glashaus in Kirchdorf. Hier liest am 14.04. der Landschaftsarchitekt Wolfgang H. Niemeyer aus seinem 2014 erschienenem Buch Der Rasen. Dazu gibt es musikalische Begleitung mit eigenen Kompositionen. Beginn ist um 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr), Eintritt frei, Anmeldung erbeten.

 

Glashaus, Römerstraße 11-13, 85414 Kirchdorf, Telefon: 08166/5560, www.glashaus-accessoires.de oder www.galabau-richter.de 

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Do

11

Feb

2016

In eigener Sache: Rosengärten zum Verlieben

Rosengärten zum Verlieben, Martina Meidinger, Evi Pelzer, KOSMOS Verlag

Schon seit einigen Tagen liegt das Vorab-Exemplar auf meinem Wohnzimmertisch und heute ist der offizielle Erscheinungstermin. Mein erstes Buch Rosengärten zum Verlieben ist ab heute im Handel. Evi Pelzer hat hierfür 19 traumhafte private Rosengärten abgelichtet, die nach verschiedenen Schwerpunkten wie "Romantische Vielfalt", "Formale Eleganz" oder "Ländlicher Charme" sortiert wurden. Allen Gärten ist gemeinsam, dass sie eine Vielzahl wunderbarer Rosensorten beherbergen. Die Gartenbesitzer haben ihre blühenden Oasen größtenteils selbst angelegt und alle pflegen ihre Pflanzenschätze eigenhändig und liebevoll. Zu den Gartenporträts gibt es Tipps aus erster Hand, zum Beispiel zum Düngen oder Schneiden der Rosensträucher. Die Gärten sind sehr unterschiedlich gestaltet. In manchen stehen hunderte Pflanzen auf wenigen Quadratmetern während in anderen Anlagen großzügige Pflanzungen mit Flächenwirkung beeindrucken.

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Mi

10

Feb

2016

Gartenkulturführer 2016: Tipps und Termine rund um den Garten und private offene Gartenpforten in Bayern

Der Gartenkulturführer 2016 kann ab sofort bestellt werden, außerdem liegt er im Frühjahr in vielen Gärtnereien und auf Gartenmessen aus. Eine Möglichkeit zum Download gibt es hier.

Mo

28

Dez

2015

Gartenträume - Annette Lepple porträtiert Gärten mit Gefühl

Dieses Jahr konnte ich den Neuerscheinungen auf dem Gartenbuchmarkt noch nicht viel abgewinnen. Im Ratgeberbereich habe ich schon lange den Eindruck, dass alles Wichtige bereits mehrfach gesagt bzw. geschrieben wurde und sogar bei den Gartenporträts stellt sich langsam das Gefühl ein, dass sich vieles in immer kürzeren Abständen wiederholt. Meine persönliche Gartenbuch-Durststrecke war beendet, als dieses Buch erschienen ist. Schon das Cover ist eine Verheißung. Das stimmungsvolle Titelfoto bringt den Inhalt perfekt auf den Punkt. Tolle Fotos aus wunderbaren Gärten, von denen einige mit einem zusätzlichen Pluspunkt aufwarten können: eine traumhafte Aussicht auf die umliegende Landschaft. Wenn der Blick über den Garten in sanft geschwungene Hügel mündet, hat man ein ungleich großartigeres Bild, als wenn die Sicht am Gartenzaun endet.

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Sa

26

Dez

2015

Zwei Kalendertipps in letzter Minute: Landgärten (Evi Pelzer) und Baumlandschaften (Sabine Schmidt-Malaj)


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Mo

30

Nov

2015

Sichtungsgarten Weihenstephan in traumhaften Bildern

Bei dieser Publikation handelt es sich um eine kurze Beschreibung des Sichtungsgartens für Stauden und Gehölze der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Der Sichtungsgarten dient als Lehr- und Versuchsgarten und ist der größte und bekannteste der Weihenstephaner Gärten. Einige der langgezogenen Rabatten an dem sonnigen Südhang bestehen bereits seit vielen Jahren unverändert, andere werden regelmäßig umgestaltet, um neue Pflanzenkombinationen und Verwendungsbeispiele zu zeigen. Das Buch gibt einen kompakten Eindruck des von April bis Oktober öffentlich zugänglichen Gartens wieder. Nach einer kurzen Einführung und einem gezeichneten Gartenplan folgen zahlreiche großformatige Fotos aus der beeindruckenden Anlage. Die knapp gehaltenen Texte sowie die ausführlichen Bildunterschriften sind zweisprachig (deutsch und englisch) verfasst. Somit eignet sich das Werk auch als Geschenk für internationale Gartenfreunde. 

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Mo

06

Apr

2015

Meine Hausapotheke aus Wildpflanzen (Karin Greiner)

Pflanzliche Mittel stehen mittlerweile in nahezu jeder Hausapotheke, allerdings werden sie meist im Fachhandel gekauft. Viele Hausmittel lassen sich aber ganz einfach selbst herstellen und die Zutaten wachsen oft direkt vor der Haustür. Schnelle Helfer nach Insektenstichen, wie das Spitzwegerich-Pflaster oder ein Umschlag mit Rotklee, kommen direkt aus dem eigenen Garten, ebenso der Husten lindernde Tee aus Gänseblümchen. Die Pflanzenexpertin Karin Greiner stellt in diesem Buch einige Rezepte aus heimischen Wildpflanzen vor - darunter nicht nur Zubereitungen für Gesundheit und Wohlbefinden, sondern auch kulinarische und kosmetische Spezialitäten. Nach einer kurzen Einführung zu unseren heimischen Kräutern und Basiswissen über das Sammeln und Verarbeiten der grünen Kraftpakete folgen auch schon die einzelnen Pflanzen, jeweils mit mehreren Rezepten. Die Wildpflanzen sind sortiert nach den Jahreszeiten, in denen sie geerntet oder gesammelt werden. Mit zwei wichtigen Sammelterminen bildet der Holunder, bei dem sowohl Blüten als auch Früchte interessant sind, eine Ausnahme. Alles Wichtige dazu ist bei jeder Pflanze unter "Ernten: was, wann, wie?" zusammengefasst. Steckbriefe, Infos über die Wirkstoffe und kurze Geschichten über die traditionelle Bedeutung der hilfreichen Kräuter machen das Büchlein zu einem interessanten und kompetenten Ratgeber.

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Mo

02

Feb

2015

Zen-Gärten (Susanne Wannags, Evi Pelzer) 

Fernöstliche Gartenkultur erscheint uns fremdartig und faszinierend zugleich. Obwohl diese Gärten ganz anderen Gestaltungskriterien folgen, als wir es aus unserer Gartentradition kennen, üben sie auf uns eine geheimnisvolle Faszination aus. So kommt es, dass asiatisch anmutende Gärten auf allen Kontinenten zu finden sind, sowohl als öffentliche Parks als auch auf privatem Gelände. Dabei bemühen sich die Besitzer, die Gärten möglichst originalgetreu zu gestalten, oft mit fachlicher Beratung und Planung durch namhafte Experten. Einige dieser beeindruckenden Anlagen sind in dem Buch Zen-Gärten porträtiert. Das inspirierende Werk informiert über die Grundlagen fernöstlicher Gartengestaltung und beschreibt die oft symbolhafte Bedeutung zentraler Elemente wie Steine und Felsen, Wasser und Pflanzen. Schmuckelemente, Laternen, Statuen oder Bauwerke wie Teehäuser und Tore werden in typischen Gartensituationen gezeigt. 

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Fr

30

Jan

2015

Neues Format, höhere Auflage, noch mehr Offene Gartenpforten: Der Gartenkulturführer 2015 ist da!

 

Ab sofort kann der Gartenkulturführer 2015 hier bestellt werden. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und eine wunderbare Gartensaison! Mehr unter www.gartenkulturfuehrer.de

 

Mo

08

Sep

2014

Lexikon der Alpenheilpflanzen: Lesung mit Astrid Süßmuth am 01.10.14 bei Bücher Pustet in Freising

Am Mittwoch, den 1. Oktober findet um 19.30 Uhr bei Bücher Pustet in Freising eine Lesung mit Astrid Süßmuth statt. Die Autorin hat ein bemerkenswertes Lexikon der Alpenheilpflanzen verfasst, welches letztes Jahr erschienen ist. In einer Buchbesprechung für das Fink Magazin schreibt Björn Tesmer darüber: "Die wilde Bergwelt der Alpen ist für Pflanzen ein extremer Standort. Harte, lange Winter und kurze Sommer auf oft kargen Böden erfordern eine ungeheure Lebenskraft, die viele Alpenpflanzen zugleich als große Heilpflanzen auszeichnet. Doch gerade die Besonderheit dieser Pflanzen ist kaum in Büchern beschrieben, daher leistet Frau Süßmuth mit ihrem „Lexikon der Alpenheilpflanzen“ einen großartigen Beitrag zur Beschreibung dieser Pflanzen und der Bewahrung überlieferten Wissens. Die passionierte Bergsteigerin und Heilpraktikerin, die auch Seminare und Kräuterwanderungen anbietet, hat in ihrem Buch mit geradezu wissenschaftlicher Akribie das Wissen um 60 Heilpflanzen der Alpen zusammengetragen, mit über 300 Pflanzenfotos anschaulich dargestellt und mehr als 80 Rezepten zur Anwendung ergänzt. Gegliedert nach den einzelnen alpinen Lebensräumen werden die Pflanzen wie z.B. Silberdistel, Arnika oder – ganz klassisch – das Edelweiß in Vorkommen und Standortansprüchen beschrieben, ihre mythologische und überlieferte Bedeutung aufgeführt und die Verwendung in der Heilkunde mit konkreten Quellennachweisen anschaulich dargelegt." (Björn Tesmer von Bücher Pustet für das Fink Magazin Freising)


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Di

05

Aug

2014

Rat für jeden Gartentag und weitere Buchpreise beim Gartenkulturführer-Fotowettbewerb 2014

"Rat für jeden Gartentag" ist ein Gartenbuch-Klassiker, der letztes Jahr 50. Jahre alt wurde und 2013 in der 28. Auflage erschienen ist. Das Buch ist randvoll mit Tipps und Ratschlägen für die täglichen Gartenarbeiten im Jahreslauf. Jeden Monat gibt es etwas zu tun und in diesem Werk wird nichts ausgelassen.

 

Beim diesjährigen Gartenkulturführer-Fotowettbewerb gibt es ein Exemplar dieses Standardwerks zu gewinnen. Außerdem haben wir einige weitere Buchpreise für Gartenfreunde, die uns ein Bild ihrer heimischen Grünoase zukommen lassen:

 3 x Die wahren Paradiese

1 x Glück aus dem Garten

1 x Mini-Farming 

1 x Alte Nutzpflanzen wieder entdeckt

 

Die Teilnahmebedingungen findet Ihr im Gartenkulturführer-Blog. Wir freuen uns auf Eure Beiträge!

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So

20

Jul

2014

Alte Nutzpflanzen wieder entdeckt - Traditionelles Wissen für den Alltag (Gertrud Scherf)

Beim Stichwort Nutzpflanzen denken wir in erster Linie an essbares Grünzeug, vielleicht noch an Heilkräuter oder Färbepflanzen. Mit Pflanzen kann man aber noch viel mehr anstellen, als sie zu essen oder zu Salben zu verarbeiten. Von solchen etwas anderen Nutzpflanzen handelt dieses Buch. So gibt es beispielsweise zahlreiche Gewächse, die zum Wäsche waschen oder zum Putzen geeignet sind. Aus vielen Pflanzenfasern kann man Textilien herstellen oder sie lassen sich zum Flechten und sogar zum Polstern verwenden. 

 

In der überarbeiteten Neuausgabe des 2008 zum ersten Mal erschienenen Buches werden 60 Pflanzen vorgestellt, die als Haushaltshelfer oder für Kreativarbeiten verwendbar sind. Meist handelt es sich dabei um Anwendungsbereiche, die in unserem Alltag mittlerweile fast vollständig von Industrieprodukten bestimmt werden, wie zum Beispiel die Abwehr von Schädlingen. Im Kleiderschrank kann aber auch ein selbstgemachtes Säckchen mit Waldmeisterkraut die Motten fernhalten und für den Garten gibt es gleich mehrere Rezepte von Wermut-Tee über Brennnessel-Jauche bis hinzu Rainfarn-Brühe - je nachdem, ob es Ameisen, Läuse oder Milben zu vertreiben gilt. Anleitungen zum Färben von Wolle oder Ostereiern wechseln sich ab mit Rezepten für sogenannte Ersatzprodukte, etwa Kaffee aus Zichorie oder Eicheln, Löwenzahn-Kapern oder Lindensamen-Schokolade.

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Mo

21

Apr

2014

Mini-Farming - Selbstversorgung nach Plan für jede Gartengröße (Brunhilde Bross-Burkhardt)

Bis vor ein paar Jahrzehnten war es für den überwiegenden Teil der Bevölkerung selbstverständlich, täglich benötigte Gebrauchsgegenstände und Nahrungsmittel nach Möglichkeit selbst herzustellen. Als es noch gängige Praxis war, bei Hausbau Gemüseerzeugung oder der Herstellung von Kleidung selbst tätig zu werden, hat man Selbstversorgung als weitgehend autonome Lebensführung definiert, die selbst damals für die meisten Leute unerreichbar schien. Heute sind wir von echter Selbstversorgung schon so weit entfernt, dass man sich mittlerweile auch "Selbstversorger" nennen darf, wenn man nur einen kleinen Teil des alltäglichen Bedarfs selber herstellt. Die aktuellen Bücher zum Thema zielen daher gar nicht mehr darauf ab, dass man wirklich alles selber machen muss. Vielmehr versuchen sie den Leser gerade dann zum Tun zu animieren, wenn die Möglichkeiten nicht so umfangreich sind.

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Di

25

Feb

2014

Mit der Gartenexpertin Karin Greiner durch die 10 Jahreszeiten: Glück aus dem Garten

Bayern 1-Fans kennen Karin Greiner als Pflanzenexpertin des Radiosenders, die auf Gartenfragen immer hilfreiche Antworten parat hat und auch zu Balkon- oder Zimmerpflanzen viele praktische Tipps weiß. Die Diplom-Biologin ist außerdem Autorin zahlreicher Bücher zu Garten- und Pflanzenthemen und soeben ist ihr neuestes Werk erschienen. Glück aus dem Garten ist ein Sammelsurium von Ratschlägen und Anregungen zu alltäglichen Gartenarbeiten, man findet darin aber auch ungewöhnliche Rezepte. Etwa zur Herstellung pflanzlicher Haushaltsreiniger oder für ein Spritzmittel aus Knoblauch, das gegen gegen Pilzkrankheiten helfen soll. Der Ratgeber orientiert sich an den zehn Jahreszeiten des Phänologischen Kalenders, deren Übergänge nicht durch ein Datum, sondern durch Ereignisse in der Natur gekennzeichnet werden. So markiert beispielsweise die Schneeglöckchenblüte den Beginn des Vorfrühlings und die Autorin empfiehlt, in dieser Zeit den Rasen abzurechen und die Beete vorzubereiten. Natürlich nur, wenn der Boden bis dahin schon ausreichend abgetrocknet ist. Es gibt also keine allgemeingültigen Anweisungen, vielmehr sind alle Empfehlungen abgestimmt auf den Rhythmus der Natur.

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Fr

07

Feb

2014

Scharf, süß, aromatisch und mehr: Geschenke mit Gewürzen aus meinem Garten (Barbara Krasemann)

In Geschenke aus meinem Garten hat Barbara Krasemann die unterschiedlichsten Produkte zusammengestellt, die sich aus ihren Gartenpflanzen zaubern lassen. Von Kosmetik über Naschereien bis hin zu gesundheitsfördernden Mitteln. Ihr neuestes Werk ist schon ein bisschen spezieller. Darin geht es nämlich ausschließlich um selbstgemachte Gewürze. Faszinierend ist, wie viele aromatische Köstlichkeiten sich aus Pflanzen herstellen lassen. Die Autorin beschränkt sich dabei nämlich nicht auf das herkömmliche Kräuterbeet. Verarbeitet werden auch Knospen und Rinde, getrocknete Beeren oder Blätter. Wie in ihrem oben genannten Buch sind auch hier wieder einige außergewöhnliche Pflanzen dabei, die man eher selten in Gärten findet. Für experimentierfreudige Gärter/innen dürfte das aber kein Nachteil sein. Vielmehr regt es dazu an, sich noch die eine oder andere interessante Pflanze in den Garten zu holen. 

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Fr

31

Jan

2014

Ein wahrhaft paradiesisches Buch: Die wahren Paradiese (Hg. Marina Wüst, Fotograf: Domingo Vazquez)

Die meisten Betrachter von Gartenbildbänden haben vermutlich keine Ahnung, wie solche Bücher üblicherweise entstehen. Man kann es sich ungefähr so vorstellen: Am Anfang der Gartenreportage steht ein Fototermin und die dabei entstandenen Aufnahmen bilden die Grundlage, für die Auswahl der Gärten, die letztendlich den Sprung in das Buch schaffen. Entscheidend ist also auch, ob an diesem Tag das Wetter mitspielt und ob ein Zeitpunkt gewählt wurde, an dem der Garten sich von seiner besten Seite zeigt. Die Geschichte des Gartens und seiner Bewohner ist in den meisten Büchern dieser Art zunächst zweitrangig. Bei den Besitzern der auserwählten Gärten meldet sich der Autor/die Autorin dann telefonisch, um ein paar Fragen zu stellen. Eine ausführliche Beschreibung der Anlage haben die Gartenleute nämlich schon vorab beim Verlag abgegeben. Persönliches Erscheinen der Autoren in den von ihnen porträtierten Gärten ist mittlerweile nicht mehr Usus. Dafür wird dann bei den Beschreibungen gerne die eine oder andere Anekdote hinzugedichtet, um die Sache interessanter zu gestalten. Kein Wunder, dass bei so einer Arbeitsweise viele Gartenbesitzer vom Ergebnis enttäuscht sind und sich nicht selten völlig unzureichend dargestellt sehen. 

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Di

28

Jan

2014

Das Buch zum Hortus Insectorum: Drei-Zonen-Garten Vielfalt, Schönheit, Nutzen (Markus Gastl)

Naturnahe Gartengestaltung ist ein Thema, zu dem schon viel geschrieben wurde. Darunter einige ziemlich oberflächliche Bücher, in denen einzelne Maßnahmen aufgezählt sind, die bei der Ansiedlung bestimmter Tier- und Pflanzenarten helfen sollen. Was bei solchen Tipps gerne unterschlagen wird, sind die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen den Arten. Bestes Beispiel ist das sogenannte Insektenhotel, welches mittlerweile gefühlt in jedem zweiten Garten zu finden ist, unabhängig davon, ob an diesen Orten auch Futterpflanzen für die Hotelgäste wachsen oder ob sie wichtige Symbiosepartner der Tiere beherbergen.

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Fr

13

Sep

2013

Ein faszinierender Stauden- und Gräsergarten: artenreich, naturnah, pflegeleicht (Hermann Gröne)

In der DVA-Reihe "Das Gartenporträt" beschreibt der Gartengestalter Hermann Gröne seinen privaten Garten am Niederrhein, der auch für Besucher zugänglich ist. 2000 Quadratmeter in Ortsrandlage klingen ja schon ganz vielversprechend, aber sandiger Lehmboden und Winterhärtezone 8a machen die Voraussetzungen für erfolgreiches Gärtnern perfekt. Dennoch braucht es dazu auch fundierte Pflanzenkenntnisse und die bringt der Autor durch seine Tätigkeit als Gartengestalter mit.

 

Der Garten Gröne ist ganz den Pflanzen gewidmet. Es gibt einen zentralen Sitzplatz, der sich mit seiner organisch geformten Pflasterung und den Holzmöbeln sehr harmonisch in das Gesamtbild einfügt. Weitere bauliche Elemente wie befestigte Wege oder auffällige Dekorationsgegenstände sucht man vergeblich. Eine vorhandene Trockenmauer ist durch die üppige Bepflanzung kaum sichtbar. 

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Fr

14

Jun

2013

Buchtipp aus dem Fruchtgarten: Das große Biogarten-Buch (Andrea Heistinger, Arche Noah)

Normalerweise lese ich um diese Jahreszeit gar keine Bücher weil ich jetzt jede freie Minute im Garten bin. Dieses Jahr hat sich meine Anbaufläche auch noch vergrößert weil ich für unser Dorfjubiläums-Projekt "Fruchtgarten" einige Beete angelegt habe, die ebenfalls betreut werden wollen. Das Schöne daran ist, dass ich dort viele Gemüsesorten ausprobieren kann, die ich im Hausgarten gar nicht unterbringen würde. Dazu muß ich dann allerdings doch hin und wieder etwas nachlesen und hierfür hat mir das große Biogarten-Buch bisher sehr gute Dienste geleistet. Es ist nämlich so umfassend, dass man eigentlich keine weiteren Nachschlagewerke mehr benötigt. Sehr praktisch, weil ich jetzt nur noch ein Buch in den Garten mitschleppen muss - allerdings ist es mit knapp zweieinhalb Kilo auch dementsprechend schwer. Ein Vorteil ist also schon mal: sollte mir der Inhalt nicht gefallen, kann ich es immer noch verwenden, um damit Blätter für mein Herbarium* zu pressen. Verwendung habe ich also in jedem Fall für so ein Buch, aber natürlich hoffe ich erst mal auf einen interessanten Inhalt.

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Sa

13

Apr

2013

Der Wald - Ein Nachruf: Lesung mit Peter Wohlleben am 23.04. bei Bücher Pustet in Freising

Tätigkeiten, die wir mit Naturverbundenheit assoziieren stimmen tatsächlich oft sehr wenig mit unserer romantischen Vorstellung davon überein. Vermutlich gilt das für alle sogenannten grünen Berufe, aber besonders für das Berufsbild Förster/in, welches nach wie vor sehr von Klischees genährt wird, die aus einschlägigen Heimatfilmen der 50er und 60er Jahre stammen dürften. Imagebildende Maßnahmen der Forstverwaltungen tun ein Übriges, um sämtliche Eingriffe in unseren Wäldern als notwendige und nützliche Taten und damit die Wald- und Forstarbeiter entsprechend als Freunde der Natur darzustellen. Dass dem nicht so ist und die Wälder unter den gängigen Bewirtschaftungsformen und vor allem unter den in ihnen lebenden, übergroßen Wildpopulationen sehr leiden, wird in diesem Buch anschaulich erklärt.

 

Der Autor und engagierte Förster Wohlleben setzt auf konsequent ökologische Bewirtschaftung des ihm anvertrauten Waldes. Bei der aktuellen Ausrichtung der Forstwirtschaft und übermächtigen Einfluss der Jagdlobby fragt man sich allerdings, wie er das hinbekommt und obendrein damit auch noch wirtschaftlich erfolgreich ist. Tatsächlich musste er dazu erst seine Beamtenstelle kündigen. Zeitgleich beendete die Gemeinde ihre Verträge mit der Landesforstverwaltung, um den Wald fortan selbst zu verwalten. Wohlleben wechselte in ein Angestelltenverhältnis bei der Kommune, die seine Pläne unterstützte. Damit konnte er beginnen, "seinen" Wald nach ökologischen Gesichtspunkten zu bewirtschaften. Dass so ein Vorhaben eine große Herausforderung ist, wird auf jeder Seite des Buches deutlich. An Ideen mangelt es dem findigen Förster aber nicht. Seine Angebote reichen von Survivalkursen für zahlende Gäste bis zu einem Bestattungswald bei dem er gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. Die Alternative zum Friedhof erfreut sich großer Nachfrage und die Erlöse sind ähnlich hoch wie bei der Holzernte - mit dem Unterschied, dass die Bäume dabei erhalten bleiben. Mehr noch: das auf diese Arten genutzte Waldstück darf die nächsten 99 Jahre nicht mehr angetastet werden.

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Do

21

Mär

2013

Reizvoller Rundflug: Hoch über Bayern (Klaus Leidorf)

Von oben betrachtet sieht vieles überraschend anders aus. Unter manch überdimensionalem Gebilde kann man sich überhaupt erst etwas vorstellen, wenn man es einmal aus der Vogelperspektive gesehen hat. Es gibt sogar Bauwerke, die eigens zu diesem Zweck gestaltet wurden, so wie das Erdzeichen am Münchner Flughafen. Neben Gebäuden, Fahrzeugen oder Menschenmassen bei Freizeitaktivitäten zeigen die Bilder von Klaus Leidorf überwiegend die Kulturlandschaft und die Natur unserer bayerischen Heimat. Da sieht man Mähdrescher bei der Arbeit, Bodenerosion auf einem Getreidefeld oder das überschwemmte Altmühltal nach der Schneeschmelze. Beeindruckend sind die vielen verschiedenen Blautöne der Seen und die unterschiedlichen Grünschattierungen von Wiesen und Feldern. 

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Fr

01

Feb

2013

Der Gartenkulturführer 2013 ist da!

Tipps und Termine für Gartenfreunde im Großraum München findet man auch diesmal wieder zuhauf in der neuen Gartenkulturführer-Ausgabe. Darunter sind auch einige Buchempfehlungen, zum Beispiel Landgärten, Die Bienenkiste, Naturkinder, Die Tage des Gärtners und das kürzlich hier vorgestellte Geschenke aus meinem Garten. Wie immer sind die Tipps aus Platzmangel recht kurz gehalten, aber hier auf diesen Seiten gibt es immer ausführliche Rezensionen und weiterführende Infos zu den Büchern.

 

Der Gartenkulturführer liegt an vielen Stellen kostenlos aus, unter anderem bei Bücher Pustet in Freising, hier gibt es eine Möglichkeit zum Download und außerdem kann die Broschüre bei mir bestellt werden. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern eine schöne Gartensaison!

 

 

www.gartenkulturfuehrer.de

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Mi

30

Jan

2013

Geschenke aus meinem Garten (Barbara Krasemann)

Wer im Garten essbare Pflanzen kultiviert und Spaß am Verarbeiten der Ernte hat ist meist auch dankbar für neue Anregungen zu diesem Thema. In diesem Buch findet man eine Fülle von wirklich außergewöhnlichen Ideen, um die selbsterzeugten Früchte zu schönen und nützlichen Dingen zu verarbeiten. Solche Produkte eignen sich perfekt zum Verschenken, vor allem dann, wenn es mal ein ganz besonderes Präsent sein soll. Wie wäre es zum Beispiel mit Waldkapern aus Bärlauchknospen, Blumenschokolade, Weingummi aus Johannisbeeren, Minz-Zucker oder Wildobst-Likör? Für die Körperpflege bieten sich Fichtenspitzen-Badesalz oder Badepralinen aus Rosenblüten an, besonders wohltuend wirken Frauenmantel-Tinktur oder Hauswurz-Salbe.

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Do

20

Dez

2012

Schönes Ampertal - 3 x 1 Kalender 2013 zu gewinnen

Aufbrechendes Frühlingsgrün, sommerliche Seerosenblätter, rotgoldenes Herbstlicht oder glitzernde Gräser im Winter. Sabine Schmidt-Malaj verarbeitet die Ergebnisse ihrer Foto-Streifzüge durch das Ampertal zwischen Allershausen und Haag zu Drucken und Fotokarten. Nun hat sie mit den Bildern aus dem Schönen Ampertal auch einen Wandkalender gestaltet. Wir verlosen 3 Stück von diesem stimmungsvollen Jahresbegleiter, der jeden Monat mit einem schönen Motiv aus der Region bezaubert. 

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Mi

19

Dez

2012

Geschenktipp für Berufsgärtner: Meine Vision wird Garten (Peter Janke, Jürgen Becker)

Für Hobbygärtner hält der Buchmarkt eine riesige Auswahl bereit mit der allerdings gelernte Gärtner oft nicht so viel anfangen können. Über Themen wie "Rosenschnitt einfach erklärt" oder "Gartengestaltung für Anfänger" sind Berufsgärtner hoffentlich längst hinausgewachsen (leider ist dies nicht bei allen der Fall, aber das ist wieder ein anderes Thema). Trotzdem stehen gerade bei professionellen Grünfingern Bücher meistens ganz oben auf der Wunschliste. Welche Literatur schenkt also ein Gärtnerei-Inhaber seinen Angestellten zu Weihnachten (in manchen Betrieben legt auch das Personal zusammen und kauft dem Chef ein Buch, damit der sich endlich mal weiterbildet) oder die Belegschaft einer Baumschule der lieben Kollegin zu einem besonderen Anlass?

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Sa

08

Dez

2012

Ideenbuch Sichtschutz & Ideenbuch Sitzplätze


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Di

13

Nov

2012

Die Bienenkiste (Erhard Maria Klein)

Ein Garten ist nicht nur Refugium für Pflanzen. Auch Tiere finden hier einen Lebensraum - sowohl die heimische Fauna, als auch kleinere Nutztiere. Bienen sind schon allein wegen ihrer wertvollen Hilfe bei der Bestäubung der Obst- und Gemüsepflanzen sehr nützliche Gartenbewohner. Dann sind da noch die hochinteressanten Vorgänge in so einem Bienenstock, die es an Spannung locker mit jedem Fernsehprogramm aufnehmen können. Beim Stichwort Bienenhaltung denken aber vermutlich die meisten von uns erstmal an die daraus resultierende Honigernte. Seit einiger Zeit jedoch wächst die Zahl engagierter Bienenhalter, die sich nicht vorrangig wegen des Honigs, sondern auch aus anderen Gründen mit den fleißigen Blütenbestäubern befassen.

 

Schulklassen holen sich Bienenvölkern in den Unterricht, Naturfreunde legen Blumenwiesen für die kleinen Brummer an und es gibt mehrere Vereine, die für eine artgerechte Bienenhaltung eintreten. Bienen haben eine unschätzbar wichtige Funktion als Bestäuber unserer Kulturpflanzen, sind dabei aber vielfältigen Bedrohungen, beispielweise durch Krankheiten, massiven Pestizideinsatz oder der Florenverarmung in der Kulturlandschaft ausgesetzt. Die Insekten sind also mehr denn je auf unsere Unterstützung angewiesen. Zum einen ist es dringend nötig, die letzten Reste ihres natürlichen Lebensraumes zu erhalten, zum anderen benötigen wir beim Imkern neue Ansätze um die Tiere wesensgemäß zu betreuen, damit sich die angeschlagegen Bestände wieder erholen können.

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Mo

12

Nov

2012

Umweltbuch des Jahres 2012: Wolken, Wind & Wetter

Vor ein paar Wochen habe ich den Tipp bekommen, mal in dieses Buch reinzuschauen und unerwarteterweise habe ich mich dann darin festgelesen. Eigentlich kann ich Berichte über das Wetter nämlich nicht leiden - ein Trauma aus meiner Zeit als Azubi im Garten- und Landschaftsbau, wo wir das Wetter täglich in unseren Berichtsheften dokumentieren mussten. Außerdem stört mich, dass ich die Wetterlage selbst nicht beeinflussen kann, aber das ist wieder eine andere leidige Geschichte, die ebenfalls etwas mit meinem Gärtnerberuf zu tun hat. Trotz dieser Vorbelastung konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, weil es wirklich spannend und gleichzeitig unterhaltsam geschrieben ist. Da muss die Tatsache, dass wir gerne Pizza essen, herhalten um den ersten Hauptsatz der Thermodynamik zu erklären und eine Beschreibung der Wetterverhältnisse auf dem Jupiter, lässt sogleich Dankbarkeitsgefühle für das hiesige Wetter aufkommen. Nie hätte ich damit gerechnet, dass mir zu diesem Thema einmal eine derart anregende Lektüre über den Weg läuft - was aber auch daran liegen könnte, dass es sich bei "Wolken, Wind & Wetter" um ein Kinderbuch handelt ;-)

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Mo

05

Nov

2012

Landgärten (Evi Pelzer, Karen Meyer-Rebentisch)

Obwohl bereits sehr viele Bücher mit Gartenporträts in meinem Regal stehen, finde ich es immer wieder spannend, von privaten Paradiesen und deren Entstehung zu lesen. Besonders interessant wird es, wenn die Beschreibungen auch aussagekräftig bebildert sind und in der Hinsicht lässt dieses Buch keine Wünsche offen.

 

Gezeigt werden überbordende Beete mit Rosen, Blüten- und Blattschmuckstauden, rankenden Clematis und exakt geschnittenen Buchseinfassungen. Kombinationen also, welche man schon zigmal gesehen hat und an denen man sich dennoch nie sattsehen kann. Viele eindrückliche Beispiele dafür, dass man zur Gartengestaltung keine spektakulären Pflanzenneuheiten braucht. Bewährte Stauden wie Frauenmantel, Funkien oder Storchschnabel bestimmen vielerorts das Bild - den Rahmen bilden oftmals Kletterrosen, Rhododendren und klassische Ziergehölze wie Hortensien, Zierkirschen oder Magnolien. In einigen Gärten findet man auch seltene Gehölze, meist als besonders in Szene gesetzte Einzelstücke. Dazwischen sieht man immer wieder liebevolle Details, schöne Natursteinpflasterungen oder handgefertigte Accessoires. Die meisten Gärten wurden von ihren Besitzern eigenhändig geplant und angelegt. Dazu liest man beeindruckende Fakten wie beispielsweise von über 50 Tonnen Steinen, die in einem Hanggarten zu Trockenmauern verarbeitet wurden oder den 280 Rosensorten, die in einem Garten im rauhen Klima des Bayerischen Waldes gedeihen.

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So

04

Nov

2012

Gartenkinder (Katja Maren Thiel, Annette Timmermann)

Jedes Jahr, wenn wir dabei sind, unseren Garten winterfest zu machen, werden wir ein bisschen wehmütig, weil unser Lieblingsspielplatz nun bald im Winterschlaf versinken wird. Die Melancholie vertreiben wir damit, dass wir anfangen, Gartenprojekte für die nächste Saison zu planen. Dieses Buch ist eine prima Fundgrube für neue Gartenideen. Von Grundlagen wie Säen, Pflanzen oder Bodenproben nehmen über Tierbeobachtungs-Tipps wie Regenwurmfarm oder Vogeluhr bis hin zu Großprojekten wie dem Bau eines Baumhauses ist alles dabei, was sich in einem Familiengarten so anstellen lässt. Viele Spiel- und Bastelideen wie Malen mit Naturfarben, Blumenkränze oder ein Baum-Blatt-Memory, spannende Alltags- und Geburtstagsspiele sowie phantasievolle Spielgeräte zum Selbermachen. Sehr weise fand ich in diesem Zusammenhang auch den Hinweis, dass sich Kinder nicht in speziell gestaltete Kinderecken drängen lassen, auch wenn diese noch so liebevoll gemacht sind. 

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Sa

02

Jun

2012

Die Tage des Gärtners (Jakob Augstein)

Auf dem Gartenbuchmarkt dominieren ja derzeit Themen wie naturgemäßes Gärtnern, Selbstversorgung aus biologischem Anbau oder Urban Gardening und nicht selten wird der Hobbygärtner in den Publikationen als toleranter Vermittler zwischen Natur und Kultur dargestellt. Eine Art heiliger Franziskus des Freizeitgartenbaus, der auch für unerwartet eingewanderte Tiere und Pflanzen ein Plätzchen in seiner Grünoase findet und selbst den fürchterlichsten Unkräutern noch irgendeinen Nutzen abgewinnen kann.

 

Dieses Werk thematisiert aber, was der Garten viel eher ist: ein der Natur mühsam abgerungenes Terrain, auf dem man wenig kompromissbereit die eigenen Vorstellungen verwirklicht. Da werden den Pflanzen bestimmte Plätze zugewiesen, unerwünschte Pflanzen werden verbannt und Tiere sind vielleicht manchmal willkommen aber bitte nur als Vertilger unerwünschter Schädlinge. Tatsächlich erkämpft sich die Mehrzahl der Freizeitgärtner ihr erwünschtes Gartenbild ohne Rücksicht auf Verluste, mit einem Arsenal aus Unkrautstecher, Schneckenkorn und künstlicher Bewässerung. Nur öffentlich dazu bekennen will sich in Zeiten von wildwuchsdurchsetzter Naturgartenromantik kaum jemand. Augstein hingegen steht dazu, dass sich der Garten seinen Vorstellungen unterwerfen muss und dabei hilft er notfalls sogar mit der Giftspritze nach. Auch wenn die gärtnernden Leser vielleicht andere Prioritäten in ihren Außenanlagen setzen, so werden die meisten sich doch früher oder später zähneknirschend in den eigennützigen Handlungen des Autors wiedererkennen.

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Sa

02

Jun

2012

Vom Gärtnern in der Stadt (Martin Rasper)

Kaum ein Tag vergeht, ohne Zeitungsberichte, Radio- oder Fernsehbeiträge über Großstädter, die angeblich gerade das Gärtnern neu erfinden. Diese neue Gartenbewegung fällt vor allem dadurch auf, dass sie sich sehr medienwirksam inszeniert, was ja grundsätzlich begrüßenswert ist. Die von der Landlust befallenen Stadtmenschen geben Interviews in Lifestyle-Magazinen, tingeln durch Talkshows und schreiben über ihre Aktivitäten Bücher, welche natürlich auch mit Guerilla-Marketing-Methoden beworben werden. Das wiederum erhöht aber die Anzahl der unverlangt zugeschickten Büchersendungen in meinem Briefkasten, die selbstredend immer mit einer Aufforderung nach Bewertung daherkommen und mittlerweile bin ich davon ein wenig genervt. Auf ähnliche Art ist neulich schon das Buch Mit Samenbomben die Welt verändern bei mir gelandet, allerdings kam das etwas einfallsreicher daher (mit einer Samenbombe, die sogar bestens funktioniert hat). Ich mag es aber trotzdem nicht, wenn mir ohne vorherige Rücksprache Bücher zugeschickt werden!

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Fr

01

Jun

2012

Garten-Glück (Ursula Beck)

Am Anfang steht die in gärtnerischen Publikationen mittlerweile inflationär verwendete chinesische Weisheit "Willst Du einen Tag glücklich sein...", aber hier wird die Tauglichkeit der ersten beiden Glückstipps, also das Schlachten eines Schweines und das Heiraten, sogleich von der Autorin in Frage gestellt. Dass die Anschaffung eines Gartens glücklich macht, kann sie allerdings voll bestätigen und das obwohl in ihren Erzählungen eher von den Schattenseiten des Gärtnerinnendaseins die Rede ist. Geplagt von kleinen und größeren Problemen wie Zweifeln an der optischen Wirkung ihres selbsterschaffenen Paradieses auf seine Besucher oder dem zunächst übermächtig erscheinenden Giersch findet sie aber für alle Unwägbarkeiten mehr oder weniger wirkungsvolle Lösungen - oder sie findet sich einfach damit ab.

 

Im Laufe des Buches nimmt die Autorin noch einige weitere Redewendungen und Sprüche auseinander und weil sie meine Abneigung gegen sinnfreie Redensarten wie zum Beispiel das "Seele baumeln lassen" zu teilen scheint, bin ich schon nach wenigen Sätzen von ihren Ausführungen entzückt.

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Mi

30

Mai

2012

Naturnahe Rosen - Band 1 & 2 (Reinhard Witt)

Ein etwas anderer Rosen-Ratgeber, in dem ausschließlich Rosen empfohlen werden, die auch der Tierwelt im Garten Nahrung bieten. Zunächst sind das natürlich die heimischen Wildarten der Gattung, aber es werden auch zahlreiche Zuchtformen beschrieben, denen sich das Prädikat "naturnah" zuordenen lässt. Neben Blütenfülle und Duft werden hier ausführlich die Hagebutten behandelt, die gleich nach mehreren Kriterien beurteilt werden. Zahlreiche Tabellen, Diagramme und Bewertungsskalen geben einen umfassenden Überblick. Das Layout ist etwas gewöhnungsbedürftig und die Texte sind stellenweise ein wenig unsachlich, was man aber bei so viel Fachwissen und Engagement des Autors gut verschmerzen kann.

 

Ein Muss für Rosenfreunde, die nicht nur optisch ansprechende Exemplare der Blumenkönigin in ihren Gärten kultivieren wollen, sondern solche, die auch blütenbesuchenden Insekten oder fruchtfressenden Tieren Nahrung geben.

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Fr

25

Mai

2012

Die schönsten Gärtnereien (Cordula Hamann)

Es gibt zwei Arten von Pflanzenkäufern: Die einen nehmen mal eben irgendwo ein paar Pflänzchen mit, weil das Grünzeug so penetrant im Eingangsbereich des Supermarktes herumsteht oder weil es gerade im Angebot ist. Für die anderen ist das Einkaufen in der Gärtnerei ein Ritual, für das viel Zeit aufgewendet wird und zu dem kein Weg zu weit erscheint. Zum einen schätzt man dabei die fachliche Beratung und die wertvollen Hinweise, die man nur von Menschen bekommt, welche aktiv mit den Pflanzen arbeiten. Gärtner also, die Stauden und Gehölze selbst vermehren und die ihre Schützlinge in den Mutterpflanzenquartieren jahrelang genau beobachtet haben. Zum anderen bekommt man nur in solchen Fachgeschäften wirklich umfassende Sortimente angeboten und nicht nur das, was aktuell blüht oder was sich schnell und billig produzieren lässt.

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Sa

28

Apr

2012

Vortrag auf den Freisinger Gartentagen 2012: Die geheimen Gärten von Zürich (A. Honegger, G. Wicky)

Jedes Jahr am Muttertags-Wochenende ist die Gartenwelt zu Gast in Freising. Diesmal heißt es "Willkommen Schweiz" und die Besucher erwartet ein Rahmenprogramm mit illustren Gästen aus dem Alpenstaat. Unter anderem haben sich Dr. Andreas Honegger, Autor des Bildbandes "Die geheimen Gärten von Zürich", sowie dessen Fotograf Gaston Wicky, für einen Vortrag angekündigt. Die beiden stellen ihr Werk, in dem einige der beeindruckendsten Gärten Zürichs gezeigt werden, gemeinsam vor. Neben traumhaften Bildern und stimmungsvollen Garteneinblicken gibt es sicher auch die eine oder andere Anekdote aus den porträtierten Gärten oder von deren Besitzern. 

 

Über zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Freisinger Gartentage freut sich auch die Gartenkulturführer-Redaktion. Noch mehr freuen wir uns, wenn Sie an unserem Stand (direkt vor der Klosterbibliothek) vorbeischauen!

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Do

22

Mär

2012

Bäume verstehen (Peter Wohlleben)

Sträucher oder Blumen erfreuen uns mit ihren Blüten und darunter sind auch einige, die wir zu Lieblingspflanzen erkoren haben. Mit den Bäumen, ganz gleich ob im Garten oder in der Natur, verbindet viele Menschen aber eine besondere Beziehung, die oft weit über ein „Gefallen finden“ hinausgeht. Oft begleiten Bäume eine Familie schon seit Generationen als Hausbaum oder sie beeindrucken uns als riesige Naturdenkmäler. Viele Menschen kommunizieren auch auf irgendeine Art mit den Bäumen oder versuchen zumindest, ihre Sprache zu verstehen und dazu kann dieses Buch einen wertvollen Beitrag leisten.

 

Das Wuchsverhalten eines Baumes sagt schon sehr viel über seine näheren Lebensumstände aus, aber es gibt noch viele andere kleine Hinweise, durch welche die stummen Giganten zu uns sprechen. Der Förster Peter Wohlleben übersetzt für uns die Sprache der Bäume und zeigt uns, was wir alles aus den Rinden oder Ästen herauslesen können. Er erzählt von Machtkämpfen zwischen Eichen und Buchen oder Duftsignalen mit denen sich die Gehölze untereinander verständigen. Wir erfahren von Bäumen, die mit Altersrekorden im Guinnessbuch verzeichnet sind und lesen von den tierischen Mitbewohnern oder pflanzlichen Untermietern der Waldgesellschaft.

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Mo

12

Mär

2012

Gartenschätze in Bayern (Konstanze Neubauer)

Bayern ist in vielen Teilen ein Touristenmagnet und vor allem für seine traumhaften Berge, Schlösser und Seen bekannt. Weniger publik ist, dass es in Deutschlands südlichstem Bundesland zahlreiche sehenswerte Gartenanlagen zu entdecken gibt. Mit dem Erscheinen dieses Buches könnte sich das allerdings ändern. Der umfangreiche Reiseführer stellt 70 Parks und private Gärten in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken vor. Einige davon sind bereits überregional geläufig, wie die berühmten Weihenstephaner Gärten in Freising oder der Botanische Garten Augsburg, der unter anderem einen der bedeutendsten japanischen Gärten Europas beherbergt. Besonders interessant sind aber die Beschreibungen jener Gärten, die der Öffentlichkeit weniger bekannt sind. So wie die preisgekrönte Kleingartenanlage in Germering, die nicht wie allgemein üblich aus rechteckigen Parzellen besteht, sondern durch geschwungene Formen und einen parkähnlichen Charakter besticht und ganz ohne Zäune oder Sichtschutzwände auskommt. 

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Di

06

Mär

2012

Naturkinder (Caroline Hosmann)

Für Kinder ist es heute nicht mehr selbstverständlich, dass sie regelmäßig Zeit in der Natur verbringen dürfen. Die Generationen vor ihnen hatten oft gar keine anderen Spielplätze zur Verfügung als Wald oder Wiese, doch mittlerweile scheint es eher unüblich, Straßenränder, Bäche und Flüsse zu erkunden oder durch den Wald zu streifen. Somit ist es schon ein Gewinn, wenn die Natur überhaupt wieder als Erfahrungsraum erkannt wird. Nachhaltige Naturerlebnisse entstehen aber oft erst, wenn wir unsere Entdeckungen und Fundstücke von draußen mit in den Alltag nehmen.

 

Sehr gut gelingt das mit kleinen Bastelarbeiten aus Naturmaterialien, aber auch mit Spielen, die der Tier- oder Pflanzenwelt abgeschaut werden. Wir können Gesundheitshelfer wie Spitzwegerichhonig, Lippenbalsam oder Ringelblumensalbe selbst herstellen, praktische Gegenstände wie Bilderrahmen aus Schwemmholz bauen oder die Schönheit von Kieselsteinen in einem Mobile zur Geltung bringen. Dieses Buch ist ein Fundus für Anregungen, zum Gestalten mit den Gaben der Natur. 

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Fr

02

Mär

2012

Sein Garten (Stefan Leppert)

Dieses Buch handelt, wie der Titel schon erahnen lässt, von gärtnernden Männern und ist vermutlich als kleine Abwechslung zu den unzähligen Werken über "Frauen und ihre Gärten" gedacht, die seit einigen Jahren den Markt überschwemmen. Hoffentlich erwarten Sie jetzt von mir keine Aufzählungen diverser gärtnerischer Geschlechter-Klischees, zusammen mit dem Hinweis, dass diese in dem Buch allesamt widerlegt werden. In meinem persönlichen Gärtner-Bekanntenkreis sind männliche Rosensammler oder Staudenfreunde jedenfalls keine Ausnahmeerscheinungen und ich kann dort auch keine typisch männliche oder weibliche Art zu Gärtnern festmachen. Das Buch gibt dazu auch nur wenig Auskunft und widmet sich vorrangig den wirklich interessanten Aspekten der Pflege und Gestaltung privater Gärten. Dass die darin porträtierten Gärtner allesamt Männer sind, tut da eigentlich wenig zur Sache. Die Entstehungsgeschichte des Buches ist dennoch interessant. Im ersten Kapitel kann man nachlesen, dass der Autor dieser Anfrage des Verlags zunächst gar nicht nachkommen wollte. Befeuert durch einen etwas eindimensionalen Beitrag über Gärtnern als Frauenthema in einem feministischen Magazin sowie in Erinnerung an ein Buch, dessen Verfasserin offensichtlich auch nichts für gärtnernde Männer übrig hatte, blieb ihm schließlich doch nichts anderes übrig, als dieses Buch zu schreiben.

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Do

23

Feb

2012

Das wilde Kräuterbuch (Karin Greiner, Renate Blaes)

Das wilde Kräuterbuch

Bücher über essbares Unkraut sind ja derzeit schwer in Mode. Bei einigen dieser Publikationen hat man den Eindruck, dass primär versucht wurde, eine Fülle von Informationen zu möglichst vielen verschiedenen Pflanzenarten zwischen zwei Buchdeckel zu pressen. Das wilde Kräuterbuch geht andere Wege und präsentiert nur eine kleine Auswahl von Gewächsen, die noch dazu bereits über einen hohen Bekanntheitsgrad verfügen. Beim ersten Durchblättern denkt man vielleicht: Giersch, Bärlauch und Wegerich - das ist doch ein alter Hut! Stimmt aber nicht, denn in den wunderbaren Geschichten, die Karin Greiner zu jedem der 14 Kräutlein verfasst hat, lernt man ganz neue und überraschende Seiten an den vertrauten Pflanzen kennen.

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Mo

06

Feb

2012

Urban Gardening (Hg. Christa Müller)

Die Sehnsucht von Stadtmenschen nach einem Stückchen Grün in näherer Umgebung oder einer kleinen Parzelle zum Beackern ist nicht so neu, wie uns die Presse mit ihren zahlreichen Berichten zum Thema derzeit glauben machen will. Neu sind lediglich die Gartenmodelle, die neben den traditionellen und immer noch heiß begehrten Schrebergärten in den letzten Jahren dazugekommen sind und neu ist auch, dass in den Städten das Gärtnern nicht mehr nur als privates Hobby betrieben wird sondern immer mehr in Gemeinschaft und im Austausch mit Gleichgesinnten. Urban Gardening ist dabei ein Oberbegriff für die Vielzahl moderner Gartenentwürfe. Da gibt es Interkulturelle Gärten, die vorrangig als Integrationsprojekte fungieren oder mobile Nomadengärten, die notfalls schnell umgesiedelt werden können, weil für die Anbauflächen in der Stadt oft nur kurzzeitige Pachtverträge erhältlich sind. In Gemeinschaftsgärten sollen die nachbarschaftliche Beziehungen von Stadtteilbewohnern gefördert werden und Krankenhäuser oder Seniorenheime richten derzeit verstärkt Therapiegärten ein, weil sich die heilsame Wirkung von Gartenarbeit mittlerweile herumgesprochen hat. Dazu kommen Netzwerke wie Mundraub, die Fundstellen für herrenloses Obst veröffentlichen oder ausgefallene Spielarten wie Guerilla Gardening, bei dem öffentliche Grünflächen, zum Teil unerlaubterweise aber meist durch die Kommunen wohlwollend geduldet, bepflanzt werden.

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Sa

04

Feb

2012

Mit Samenbomben die Welt verändern (Josie Jeffery)

Lässt man ein Stück Land brachliegen, so siedeln sich meist in kürzester Zeit verschiedene Pflanzen darauf an und in unseren Breiten ist es gut möglich, dass dort sogar ohne jegliches Zutun in einigen Jahren ein Wald entsteht. Manchmal möchte man dem Wachstum aber nachhelfen, Bestehendes verändern oder einfach mal etwas Neues ausprobieren. Ein wunderbares Experimentierfeld für alle, die gerne ihre Umgebung verschönern möchten, Ödland begrünen oder Nutzpflanzen außerhalb des Gartens ausbringen wollen, sind Samenbomben. Eine Samenbombe ist eine Kugel aus Erde und Samen, die nicht nur an passenden Stellen abgelegt, sondern dank ihrer Konsistenz auch über Zäune oder an unzugängliche Plätze geworfen werden kann. Dadurch eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, um verwaiste Landstriche zu begrünen.

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Mi

25

Jan

2012

Schneeglöckchen (Günter Waldorf)

Es ist schon erstaunlich, dass so kleine Pflänzchen so großes Entzücken bei ihren Betrachtern hervorrufen können. Für die Liebe zu den Schneeglöckchen gibt es sogar einen eigenen Begriff, die Galantophilie (vom botanischen Namen der Pflanzengattung, Galanthus). Galantophile erkennt man daran, dass sie bereits im Vorfrühling auf Knien durch den Garten robben und jedes hervorlugende Schneeglöckchen einzeln begrüßen. In ihren Gärten wächst nicht nur der bekannteste Vertreter der Gattung, das Galanthus nivalis, sondern meist noch weitere Arten und diese in verschiedenen Sorten, also Züchtungen.

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Mi

18

Jan

2012

Guerilla Gardening (Richard Reynolds)

Es soll tatsächlich Leute geben, die sich bei Nacht und Nebel aufmachen, um ihre Umgebung zu verschönern, indem sie auf öffentlichen Plätzen Blumen pflanzen. Weil das zwar an sich sehr lobenswert, aber trotzdem illegal ist, nennen sich diese Leute Guerilla Gärtner. Wie viele bedeutenden Gartentrends, so kommt auch diese Bewegung aus England und seit einiger Zeit findet das wilde Gärtnern hierzulande ebenfalls großen Zuspruch.

 

Guerilla Gärtnern ist mittlerweile bekannt und beliebt, es wird nicht nur geduldet, sondern manchmal sogar von den Stadtverwaltungen unterstützt. Damit es soweit kommen konnte, war einiges an Pionierarbeit nötig und so ein Pionier der Guerilla Gärtner Szene ist Richard Reynolds. In diesem Buch schreibt er über seinen Kampf gegen die Verwahllosung der Blumenbeete in der Nachbarschaft, über geeignete Pflanzen zur Begrünung von Brachland sowie das von ihm aufgebaute Netzwerk aus Aktivisten in aller Welt. Der erste Teil des Buches befasst sich mit der Theorie, Definition und Geschichte der Bewegung sowie mit möglichen Zielen.

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Sa

26

Nov

2011

Naturwerkstatt Wald (Katharina Brändlein, Ulrike Grafberger)

Gleich beim ersten Blick in das Inhaltsverzeichnis angenehm aufgefallen ist die Gliederung nach Jahreszeiten. Es geht in diesem Buch nämlich darum, was man im Wald alles erleben kann und das ist ja meistens sehr saisonabhängig. Es gibt also vier Teile: Frühling, Sommer, Herbst und Winter, die jeweils ähnlich abgehandelt werden. Jeder Teil beginnt mit einem Kapitel über Brauchtum und Feiertage der jeweiligen Jahreszeit und hier merkt man schon, wie eng unsere Jahresfeste mit der Natur verbunden sind. Beim Aufstellen des Maibaums im Frühling, dem Kräuterbuschen binden zu Mariä Himmelfahrt, beim herbstlichen Erntedankfest oder zum Barbaratag im Winter - immer spielen Pflanzen eine wichtige Rolle.

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Di

15

Nov

2011

Schattengarten (Beth Chatto)

Die englische Gartengestalterin schreibt über die Entstehung der schattigen Bereiche ihres eigenen, berühmten Gartens und das sollte man wissen, ehe man sich auf dieses Buch einlässt. Dieses Buch ist kein Standardwerk zur Anlage eines Schattengartens, sondern eine Sammlung von Impressionen aus dem Garten der Autorin. Der Untertitel trifft es ziemlich gut. Es dreht sich viel um Stimmungen in diesen, nach Jahreszeiten geordneten Texten. Die Autorin ist eine ausgezeichnete Beobachterin und mit ihrem ganz speziellen Blick auf die Pflanzenwelt beschert sie uns unverhoffte Einblicke in den Zauber der Schattenpflanzen.

 

Beth Chatto gehört zu den einflußreichsten, britischen Gartenpersönlichkeiten unserer Zeit. 1960 begann sie unter schwierigsten Bedingungen mit der Anlage ihres Gartens im englischen Colchester, der heute mit der angeschlossenen Gärtnerei für "unusual plants" weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und zu einem Mekka für Pflanzenliebhaber geworden ist. In "Schattengarten" beschreibt sie, wie sie einige, zunächst mit allerlei Gestrüpp bewachsenen Gartenbereiche, zu einem stimmungsvollen Waldgarten umgewandelt hat, der zu allen Jahreszeiten Höhepunkte bietet. In Chattos Waldgarten wächst eine Vielzahl besonderer Pflanzen und zu allen weiß sie kleine Geschichten zu erzählen. Wir begegnen Hundszahn und Elfenblume, Dreiblatt, Krötenlilie oder diversen Arten von Schattensteinbrech, die im lichten Schatten der ebenso außergewöhnlichen Gehölze wachsen.

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Mi

21

Sep

2011

Paradies mit Laube (Stefan Leppert)

Wussten Sie, dass es in der Bundesrepublik über eine Million Kleingärtner gibt? Das Säen und Pflanzen auf einer gepachteten Scholle scheint also ein beliebtes Hobby zu sein. Dabei gelten Schrebergärtner als klischeebeladen wie sonst nur die Heimwerker und wer schon mal einen Blick in das Bundeskleingartengesetz geworfen hat, der sieht vermutlich in jeder Parzelle eine Brutstätte des Ökospießertums. Als der Autor selbst zum Schrebergarten-Pächter wurde, hatte er mit Vorurteilen und Spötteleien aus dem Bekanntenkreis zu kämpfen und er erzählt, dass das Misstrauen aus dem Umfeld die Initialzündung für dieses Buch war.

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Sa

27

Aug

2011

Das große Kürbiskochbuch (Walburga Loock)

Essen mag ich Kürbisse ja ausgesprochen gerne, aber beim Kochen bin ich eher praktisch veranlagt. Meine Kürbiskochkünste beschränkten sich lange Zeit auf Hokkaido-Spalten vom Blech. Seit das Kürbiskochbuch in unserem Küchenregal steht gibt es immer öfter auch andere Kürbisgerichte, beispielsweise gefüllte Squashes, Kürbisstrudel oder Suppen in allen Variationen. Die Anleitungen in diesem Buch sind durchweg sehr einfach und kommen größtenteils mit wenigen Zutaten aus. Hinzu kommt, dass in der Rezeptsammlung die äußerst geschmackvoll angerichteten Bilder wesentlich mehr Platz einnehmen, als die Beschreibungen von den einzelnen Gerichten. Da bekommt man schon beim Durchblättern Hunger.

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Sa

13

Aug

2011

Botanik-Krimi: Gemeine Gewächse (Amy Stewart)

Dieses etwas anderes Pflanzenbuch dreht sich um Gewächse, denen wir mit Vorsicht oder zumindest mit Respekt begegnen sollten. Darunter sind Pflanzen, welche die meisten Leser vermutlich nie zu Gesicht bekommen werden genauso wie solche, mit denen wir tagtäglich im Garten zu tun haben. Die Gemeinsamkeit des porträtierten Grünzeugs besteht darin, dass es lästig, aggressiv oder giftig ist und unter Umständen sogar tödlich wirken kann. Die lose Sammlung von Pflanzenporträts liest sich stellenweise wie ein Krimi und ist ebenso spannend wie informativ. In den fesselnden Geschichten trifft man auf so exotische Giftpflanzen wie die übermannshohe, australische Brennnessel, deren bösartiges Neurotoxin bei Berührung Schmerzen auslöst, die bis zu einem Jahr andauern können. Noch faszinierender fand ich allerdings, die etwas weniger spektakulär wirkenden, aber dafür in unseren Gärten stets präsenten Pflanzen wie Hortensien, Rittersporn oder Hyazinthen einmal von ihrer gemeinen Seite kennenzulernen. Wußten Sie, dass es bei den Floristinnen eine Berufskrankheit namens "Tulpenfinger" gibt, die durch den reizenden Saft der Zwiebelblumen hervorgerufen wird?

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